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Werthers Lotte, Goethe, Theaterstück, Gertrud Gilbert


Theaterstück
für eine Person

Die verpaßte Liebe
Lotte trifft Goethe nach 44 Jahren wieder

Alter Titel:
"Mit mir nicht noch einmal, Herr Goethe!"
Werthers Lotte trifft Goethe in Weimar

von und mit
Gertrud Gilbert

60 Minuten als Kurzfassung
90 Minuten zzgl. Pause als volles Stück

Zur Vorgeschichte: Wer kennt sie nicht, die junge, blonde, fürsorgliche Lotte, die ihren zwölf Geschwistern die Mutter ersetzte und Goethes leidenschaftliche Verehrung erfuhr. Mit den "Leiden des jungen Werthers" erlangte sie lebenslängliche Berühmtheit, sehr zum Verdruß ihres eifersüchtigen Ehemannes, Christian Kestner.
"Christian - mit Goethe konntest Du nicht mithalten ... "  

Nach 44 Jahren,
Lotte ist inzwischen 63 Jahre alt und verwitwet,


 
"Verehrtes Publikum,
es kommt nur die alte Hofrätin Kestner daher...!"

 
trifft sie ihren alten Verehrer in Weimar wieder. Was wäre geworden, wenn sie Goethe geheiratet hätte? Aus dem einstigen Strahlemann ist ein Hofratsmusterstück geworden - und mit der Leidenschaft für Lotte scheint's nicht mehr so weit her zu sein - oder spielen da andere Frauen inzwischen eine aktuelle Rolle? - Lotte jedenfalls, inzwischen zur Hofrätin aufgestiegen und mit einer gehörigen Portion Selbst-bewußtsein ausgestattet, stellt sich dem neuen alten Liebhaber mit überlegener Kritik, spart nicht mit Ironie und Witz und belichtet dabei lebhaft und wortstark ihr eigenes, arbeitsreiches aber schließlich sehr erfolgreiches Leben.
"Goethe, was wäre geworden, wenn wir beide geheiratet hätten? So, entre nous, habt Ihr nicht auch manches Mal darüber nachgedacht? - Ja, ich hätte Euch ein Dutzend Kinder geboren, das ist keine Kleinigkeit! Ei, ganz Europa hättetn wir mit kleinen Goethe bevölkern können!"
 
Hals über Kopf reist Lotte aus Weimar ab. Während eines unfreiwilligen Aufenthaltes in einer Poststation verfängt sie sich nun in einem ungeahnt emitionalen Lebensremusée, getrieben von einer boshaften Bemerkung der Frau von Stein, ihrer Weimarer "Rivalin", die damit Lotte tief in ihrer Eitelkeit getroffen hatte.
"Von mir aus könnt Ihr an der Nase herumführen, wen Ihr wollt. Mir mir nicht noch einmal, Herr Goethe. Schluß mit dem Werther!"  

- Ein außergewöhnliches Frauenschicksal -
betrachtet mit der Psyche einer modernen Frau


 

Zum Ansehen des Stückes gibt es ein Demo-Video - Dauer 20 Minuten!

Einen Flyer mit Kritiken schicke ich Ihnen gerne zu!

 
 
Uraufführung: Weimar, Januar 2003 Hotel Elephant
Gemeinschaftsaufführung von Goethe-Institut und Goethe-Gesellschaft.
Das Stück basiert auf gut recherchiertem Material,
hat aber nichts mit Thomas Manns Roman „Lotte in Weimar“ zu tun.
   
Für eilige Leute oder private Gesellschaften gibt es dazu auch eine Kurzfassung!
Pressestimmen

Wetzlar, Lions-Club, Nov. 2014
Das romantische Lottchen tritt dabei immer mehr in den Hintergrund... Eine lebendige wie liebevolle amüsante und realistische Fiktion, in der Gilbert brillierte und sich viel Applaus einheimste. Wetzlarer Neue Zeitung

Volpertshausen Goethe-Museum, wo Lotte Goethe kennenlernte, Juni 2011
Die Schauspielerin verstand es vor allem anderen erstklassig und authentisch, Lotte, ihr Verhältnis zu Goethe und letztlich den alten Geheimrat selbst zum Leben zu erwecken und ihren Zuschauern plastisch und unter-haltsam vor Augen zu führen. Eine reife Leistung bei einem Ein-Personen-Stück. Hut ab! Wetzlarer Neue Zeitung

Volpertshausen Goethe-Museum, wo Lotte Goethe kennenlernte, Juni 2010
Gilbert inszenierte glänzend! Wetzlarer Neue Zeitung

Roßdorf bei Darmstadt, Sept. 2005:

Wenn ein Frauenstück auch Männer zu anhaltendem Beifall animiert, muß vieles stimmen. Amüsement, Nachdenklichkeit, Erkenntnisgewinn..Gestimmt hat an diesem Abend beim Kulturhistorischen Verein alles, zuallererst ein Lob ans Publikum... hochverdient durch Aufmerksamkeit, Applaus und Anteilnahme. Lob natürlich für Autorin und Interpretin Gertrud Gilbert. Sie riß Charlotte Buff ... aus der Goethe-Klassik-Vergangenheit ins Rampenlicht der Emanzipation des 21. Jahrhundert, ebenso amüsant, überraschend wie nachdenkenswert.

Zum Theaterstück selbst: Wir Nachgeborenen des Dichterfürsten aus Frankfurt und Weimar, Freud-erfahren, Ibsen-belesen, Alice-Schwarzer-infiziert, lernen durch Gertrud Gilberts Recherchen Johann Wolfgang von Goethe und Charlotte Buff auf eine ganz neue, spannend-moderne Weise kennen. Im stundenlangen Selbstgespräch.... entlarvt diese erste Muse des Olympiers seine Bindungsunfähigkeit. Nicht nur ihr fällt es bei dieser Erkenntnis wie Schuppen von den Augen. - Es gibt eben wirklich viel zu  erfahren an diesem Abend. -

Als Autorin weiß sie die Spannng zu halten - wann fällt der entscheidende Satz, den diese lebenskluge, mit 63 Jahren immer noch attraktive und ihrer selbst gewisse Hessin so in Rage brachte? ...

Nicht nur anhaltender Beifall, sondern Nachhaltigkeit. Die Rezensentin wird nicht die einzige sein, die das geniale Jugendwerk des Dichterfürsten noch in er Nacht aus dem Regal zog: "Die Leiden des jungen Werthers" Darmstädter Echo-Roßdorf

Kirtorf, Vogelsberg, Juni 2004

Gefühlspalette mit allen Nuancen. ... Wie seufzte Lotte. "Einen Goethe trifft man nicht alle Tage." Diesen Satz kann man, mit Verlaub, ergänzen: eine Gertrud Gilbert auch nicht" OberhessischeZeitung, Mittelhessischer Kultursommer

Volpertshausen Juli 2004
"Gertrud Gilbert - brillant!"
Wetterauer Zeitung Mittelhessischer Kultursommer
Bad Nauheim, November 2004
Begeisterung löste Gilbert beim festlich gestimmten Publium aus mit einem Stück, dessen Text, Regie und Darstellung aus ihrer Hand kommen. Zur vergnüglichen Verblüffung des Publikums entfaltete sich Goethe zu einem Liebhaber mit durchschaubaren Praktiken oder besser Taktiken. Wetterauer Zeitung
Weimar, Jan. 2003 - Uraufführung: Goethe-Institut:
Es war eine reine Freude, "Werthers Lotte auf Goethes Spuren" ausgerechnet im traditionsreichen Hotel Elephant in Weimar zu erleben. Gertrud Gilbert gelingt es, die sozusagen zweite Brautschau einer doch nicht mehr Gewollten voller Einfühlung und doch nicht ohne Distanz zu gestalten. Sie spielt meisterhaft auf der Klaviatur der Gefühle und zieht die Zuschauer mehr als souverän am Gängelbande. Daß dies Stück der Autorin und Actrice ein höchst unterhaltsames und bildendes Erlebnis ist, das soll festgehalten werden.
Weimar, Jan. 2003 - Uraufführung: Präsident der Goethe-Gesellschaften
... Die Differenz zu Thomas Manns Roman "Lotte in Weimar" fällt indes in die Augen. Bei Gertrud Gilbert ... steht Charlotte, in einem Monodrama sprechend und handelnd, im Mittelpunkt, wird ihr Porträt ebenso exakt wie liebevoll rekonstruiert aus den überlieferten Dokumenten, ohne dass eine leblose Collage zustande käme. Vielmehr entsteht vor uns das Bild einer Frau aus vermeintlich ferner Vergangenheit in sehr gegenwärtiger Sicht, von Gertrud Gilbert mit Klugheit, Witz und Temperament gezeichnet. Dabei wird der historische Abstand nicht eingeebnet, Charlotte nicht als Alltagswesen von heute dargestellt, sondern sehr bewusst in ihrer besonderen geschichtlichen Rolle porträtiert. Der so entstandene heiter-lebendige Text wird nun auch kurzweilig und pointiert dargeboten.
Wetzlar, Premiere - Stadt und Goethe-Gesellschaft, Mai 2003
Gertrud Gilbert hat nämlich das Stück selber geschrieben und entpuppte sich als großartige Autorin. Was ihr da gelungen ist, ist bestes Theater fürwahr! In einem Porträt von verblüffender psychologischer Dichte und mit chirurgischer Präzision in feinfühliger Abstufung der Charakterisierung lässt Gertrud Gilbert die Jungendliebe von Goethe in einem 90-minütigen Monolog zu Wort kommen.
Obgleich ihre Figur der Geschichte angehört  und die Autorin sich streng an die historische Vorlage hält, wie Goethe-Kenner feststellen werden, gelingt ihr die schwierige Gratwanderung, die man leider allzu oft bei historischen Inszenierungen vermisst: Die Rolle so losgelöst zu gestalten, dass sie auch noch den Vorteil bietet, ein zeitloses Frauenschicksal darzustellen mit allen Höhen und Tiefen, so dass ihre Lotte nicht nur für Goethe-Liebhaber, sondern überhaupt für jeden Liebhaber guten Theaters ein Genuß ist. Es ist erstaunlich, was sich Gertrud Gilbert als Autorin an feinsinnigen, subtilen Nuancen einfallen lässt, - das Stück sprüht von witzigen, psychologisch treffsicheren Einfällen. Gilbert ist eine köstliche Komödiantin mit absolutem Sinn für feinen Humor.
Sie hat aber genau so das Zeug zur Tragödin. Jede Geste sitzt mit Perfektion, jeder Ton ist getroffen. Bei der Inszenierung bewegt man sich permanent zwischen Lachen und Weinen. Es ist eben ein Stück aus dem Leben gegriffen, der Schauspielerin Gilbert auf den Leib geschrieben, ein Stück, das nur eine Frau geschrieben haben kann.
Mit minutenlangem Applaus und Bravorufen wurde die Doppelleistung der Autorin und der Schauspielerin Gertrud Gilbert vom begeisterten Publikum quittiert. Wetterauer Zeitung
Wetzlarer, Premiere - Stadt und Goethe-Gesellschaft, Mai 2003
Zwei Stunden unterhielt die Schauspielerin ... ihr Publikum ebenso wortgewandt wie amüsant mit Interna aus Goethes und Lottes Leben, und die wohlinformierten Zuschauer lohnten ihr die mit bewundernswerter Leichtigkeit und viel Humor vorgetragenen Anspielungen mit lang anhaltendem Beifall und Bravorufen... Wetzlarer Neue Zeitung